08.04.2020

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08.04.2020

KfW-Schnellkredit und Beratungskostenzuschuss

Für mittelständische Unternehmen gibt es seit dem 06.04.2020 die Möglichkeit, einen „KfW-Schnellkredit“ zu beantragen. Bei diesem Kredit erhält die finanzierende Bank eine Haftungsfreistellung in Höhe von 100 % durch die KfW, abgesichert durch eine Garantie des Bundes. Die Kreditbewilligung erfolgt ohne weitere Kreditrisikoprüfung durch die Bank oder die KfW. Hierdurch kann der Kredit schnell bewilligt werden.

Aber: der KfW-Schnellkredit kann nicht mit anderen KfW-Krediten kombiniert werden, auch nicht mit den Instrumentarien des Wirtschaftsstabilisierungsfonds. Bei vorzeitiger Rückzahlung fällt eine Vorfälligkeitsentschädigung nicht an.

Konditionen des KfW-Schnellkredits:

  • Maximaler Kreditbetrag: bis zu 3 Monatsumsätze des Jahres 2019
    • Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten erhalten max. 500.000 EUR
    • Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten erhalten max. 800.000 EUR
  • Zinssatz: aktuell 3,0 % p. a.
  • 10 Jahre Laufzeit
  • Prüfung durch die Bank erfolgt mit Hilfe von Gewinn- und Verlustrechnung sowie Lohn- und Gehaltsunterlagen (Anzahl der Mitarbeiter)

Voraussetzungen für den KfW-Schnellkredit:

  • Förderkredit für Anschaffungen und laufende Kosten für Unternehmen mit 11 bis 249 Mitarbeitern, die mindestens seit Januar 2019 am Markt sind.
  • Unternehmen darf zum 31.12.2019 nicht in Schwierigkeiten gewesen sein und muss zu diesem Zeitpunkt geordnete wirtschaftliche Verhältnisse aufweisen.
  • Antragsteller muss versichern, dass am 31.12.2019 keine ungeregelten Zahlungsrückstände von mehr als 30 Tagen bestanden haben und keine Insolvenztatbestände vorlagen.
  • Geschäftsführergehälter müssen marktüblich sein.
  • Keine Gewinn- und Dividendenausschüttungen während der Laufzeit.

Wir unterstützen unsere Mandanten bei dem Antragsverfahren beginnend bei der Ermittlung des Status Quo, Erstellung einer Liquiditätsplanung und Erarbeitung von Szenarien unter Berücksichtigung des Kapitaldienstes. Wir begleiten bei der Antragstellung und den Verhandlungen mit den Hausbanken – und zwar bei allen Varianten der Liquiditätshilfen.

Vielen Unternehmen wird die Mandatierung qualifizierter Berater durch 100 %ige Zuschüsse erleichtert. Über die BAFA-Zuschüsse von bis zu 100 % der Beratungskosten wird die Beratung über das Programm zur „Förderung unternehmerischen Knowhows“ bezuschusst. Der Höchstbetrag liegt bei 4.000,00 EUR.

Eine qualifizierte Antragstellung wird zu einer geringeren Ablehnungsquote durch die Hausbanken führen.

Wir möchten dazu beitragen, dass unsere Mandanten die Liquiditätshilfen erhalten, damit sie sich nach der „Corona-Krise“ weiterhin erfolgreich am Markt behaupten können.

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